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Stadtbücherei Neustadt in Holstein
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Vorlass Kay Hoff

Der Schriftsteller Kay Hoff, 1924 in Neustadt in Holstein geboren, ist mit vielfältigen literarischen Arbeiten – Gedichten, Romanen, Erzählungen, Funkarbeiten, die auch im Ausland erschienen – bekannt und mit Preisen und Ehrungen gewürdigt worden. Schon 1969 wurde Kay Hoff in den PEN-Club gewählt. Eine zehnbändige Ausgabe von Gesammelten Werken erschien von 2002 bis 2005.

Kay Hoff hat seinen umfangreichen literarischen Nachlass seiner Geburtsstadt Neustadt in Holstein geschenkt, zu einem großen Teil schon jetzt als Vorlass. Diese Materialien sind in den vergangenen Jahren im Auftrag der Stadt Neustadt in Holstein wissenschaftlich bearbeitet worden; sie werden jetzt in der Neustädter Stadtbücherei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Informationen über Kay Hoff

Kindheit und Jugend

  • Kay Hoff, geboren am 15. August 1924 in Neustadt in Holstein als zweiter Sohn einer Kaufmannsfamilie (Weinhandel seit 1806).
  • 1930 bis 1937 Schulbesuch in Neustadt, dann in Eutin (Johann-Heinrich-Voß-Schule, Oberschule für Jungen). Reifeprüfung 1942.
  • 1937 Fahrrad-Unfall mit schweren Verletzungen; der linke Arm bleibt steif.

Kriegszeit

  • März 1942 Einberufung zum Wehrbezirks-Kommando Eutin.
  • Ab Dezember 1942 Schreibstubendienst in Lüneburg
  • Januar 1944 in Leipzig. Gefreiter.
  • Mai 1944 Versetzung zur Propagandatruppe in Potsdam; dort erste Begegnung mit der damals verfemten Literatur (Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Arnold Zweig, Stefan Zweig).
  • Juli/August 1944 Kriegsberichter an der Ostfront, Schulterdurchschuss, Lazarett.
  • November/Dezember 1944 Kriegsberichter in Ungarn,
  • Januar 1945 bis zum Kriegsende im Gebiet zwischen Oder und Elbe.
  • Nach dem Waffenstillstand russische Gefangenschaft; Juli 1945 krank entlassen.

Nachkriegszeit und Gegenwart

  • Ab Oktober 1945 geisteswissenschaftliches Studium an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel (Psychologie, Germanistik, Kunstwissenschaft).
  • 1949 Promotion mit einer Dissertation über „Die Wandlung des dichterischen Selbstverständnisses in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts“.
  • 1950 ein halbes Jahr lang Hausmeister in einem Jagdhaus bei Schlitz in Hessen.
  • November 1950 bis März 1952 Bibliothekar (Reference Library) in der „Brücke“, Düsseldorf.
  • 1951 Heirat mit Marianne Schilling; Sohn Andreas geboren
  • 1952 1. Lyrik-Preis im „Wettbewerb junger Autoren“ des Landes Schleswig-Holstein (mit Reise-Stipendium für eine sechswöchige Schwedenreise).
  • 1952, Tochter Gisela 1953, Sohn Wolfgang 1954, Sohn Claus 1956.
  • Ab 1952 freie Mitarbeit bei Zeitungen, Zeitschriften, Funkanstalten, auch in einem Architekturbüro, bis 1962 in Düsseldorf, dann in Bergisch Gladbach.
  • 1956 Jahres-Stipendium der Carl-Bertelsmann-Stiftung.
  • 1957 2. Preis im Funkerzählungs-Wettbewerb des Süddeutschen Rundfunks.
  • 1958 bis 1967 Redakteur der Zwei-Monats-Zeitschrift „Neues Rheinland“ in Düsseldorf und Köln.
  • 1960 drei Monate in den USA auf Einladung der Harvard University, International Seminar.
  • 1960 Förderpreis zum Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1965 Ernst-Reuter-Preis für das Hörspiel „Die Chance“.
  • 1965 bis 1972 Teilhaber des Guido Hildebrandt-Verlags in Duisburg, der bibliophile Bücher und Drucke („Hundertdrucke“) herausgibt.
  • 1968 Georg-Mackensen-Preis für die beste deutsche Kurzgeschichte.
  • Ende 1969 bis April 1973 Leiter des Kulturzentrums der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. Seitdem freier Schriftsteller, bis 1976 in Berlin, dann in Amelinghausen bei Lüneburg, von 1980 bis 2006 in Lübeck, jetzt in Berlin.
  • 1969 Wahl in den P.E.N.
  • Lese- und Studienreisen USA 1967, Australien 1977, Südindien 1978, Chile und Argentinien 1979, Nordindien 1981, Thailand, Japan und Indonesien 1984, USA und Kanada 1989.
  • 1994 Ehrengast der Villa Massimo, Rom.

Auszeichnungen

  • 1952 1. Lyrik-Preis im Wettbewerb junger Autoren des Landes Schleswig-Holstein
  • 1957 2. Preis im Funkerzählungs-Wettbewerb des Süddeutschen Rundfunks
  • 1960 Förderpreis zum Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 1965 Ernst-Reuter-Preis für das Hörspiel Die Chance
  • 1968 Georg-Mackensen-Preis für die beste deutsche Kurzgeschichte
  • 1994 Ehrengast der Villa Massimo, Rom

Würdigungen

Kay Hoff wurde an seinen runden Geburtstagen immer wieder geehrt. Die letzte Festrede hielt Professor Dr. Ralf-Henning Steinmetz (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Städtisches Gymnasium Neustadt in Holstein) 2014 in Neustadt; 2004 sprach Professor Dr. Hans Dieter Zimmermann (Technische Universität Berlin) in Lübeck. Die beiden Reden zeichnen ein vielseitiges und interessantes Porträt des Neustädter Autors und verführen zur ersten oder erneuten Lektüre seiner zahlreichen Werke. Daher werden die beiden Reden auf dieser Seite unter "Dokumente" zum Nachlesen angeboten.

Kontakt

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